Mobilitätskonferenz Bern

Parteien und Umweltverbände für einen stadtverträglichen Verkehr

Verkehrspolitische Ziele für die Jahre 2017-2020

Die Mobilitätskonferenz Bern hat 9 Ziele und 27 Aufträge im Bereich Verkehr und Mobilität definiert, die in der Legislaturperiode 2017-2020 erreicht oder umgesetzt werden sollen. Gefordert ist einerseits der Gemeinderat – der in der kommenden Legislatur die Prioritäten so setzt, dass die formulieren Ziele erreicht werden. Die in der Mobilitätskonferenz zusammengeschlossenen Parteien, Verbänden und Interessensgruppen setzen sich im Parlament und in der täglichen Politik mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mittel für die gesteckten Ziele ein. Die Mobilitätskonferenz will eine Verkehrsentwicklung, die weder auf Kosten unserer Gesundheit, der Umwelt, der Lebensqualität geht und mit einem verantwortungslosen Verhalten gegenüber den Finanzen der öffentlichen Hand umgesetzt wird.

Die Ziele im Einzelnen:

1.       Weiter mit der Verkehrsberuhigung – aber besser:
Keine Autoflut von der Autobahn in die Stadt, grossflächige Begegnungszonen in den Quartieren.

2.      Trennwirkung von grossen Strassen reduzieren:Die Trennwirkung insbesondere folgender Strassenabschnitte wird reduziert: Laupenstrasse, Effingerstrasse, Kirchenfeldstrasse, Muristrasse, Laubeggstrasse, Sandrainstrasse, Freiburgstrasse und Bolligenstrasse.

3.      Velostadt Bern - Vorwärts mit der Velo-Offensive:
In Zukunft werden kurze Wege in der Stadt mehr als zur Hälfte mit dem Velo und zu Fuss zurückgelegt.

4.      Der öffentliche Verkehr wird in Koexistenz mit dem Fuss- und Veloverkehr weiterentwickelt:
Neue Tangentialbuslinien, z.B. Tiefenaubahnhof – Köniz, das Vorgehen auf der öV-Achse Länggasse/Güterbahnhof – Wyler ist geklärt.

5.       Die Stadt ist weder ein grosses Parkhaus noch ein grosser Parkplatz:
Einfacheres Parkplatzregime in der unteren Altstadt, einzelne parkplatzfreie Innenstadtgassen, keine Zunahme des Parkplatzangebotes, keine „Fremdnutzung“ von Einstellhallen, Parkplätze dort aufheben, wo andere öffentliche Interessen höheres Gewicht haben.

6.      Der Lieferverkehr in Bern funktioniert umwelt- und stadtverträglich(er):
Die Stadt Bern hat ein „Logistik-Konzept“, einen City-Logistik-Hub und einen stadtweiten Velo-Hauslieferdienst

7.       Wer in Bern baut, fördert das umwelt- und stadtverträgliche Mobilitätsverhalten der NutzerInnen:
Bei jedem Neubau wird angestrebt, die Anzahl Parkplätze auf ein Minimum zu reduzieren.

8.       Wer nach Bern zieht, bevorzugt den umwelt- und stadtverträglichen Verkehr:
Das „Zuzügerset“ zeigt auf, wie die BewohnerInnen und Bewohner der Stadt Bern ohne (eigenes) Auto mobil sind.

9.      Hirschengraben und Bahnhofplatz sind bereit für mehr FussgängerInnen und Velofahrende: Die Stadt Bern erstellt auf der Basis des „Berner Modells“ ein Betriebskonzept für diese zwei zentralen Plätze.

 

Die ausformulierten Ziele finden Sie hier im pdf-Dokument.